benötigtes
Material:
ein Paar Lederhandschuhe (ungefüttert)
Reste von dünnem Nappa-Leder
30 - 40 Innendornen
Lederklebstoff
benötigtes Werkzeug:
Stoffschere
Kosten und Aufwand:
ca. 10,-- bis 20,-- Euro, je nach Qualität der Handschuhe
Baubeschreibung:
Schon häufiger hatte ich
darüber nachgedacht, einen schönen "Streichelhandschuh"
für mein geliebtes Subbienchen zu basteln. Die Anregung dazu hatte
ich in irgend einer Bastelanleitung in den Weiten des "www" gefunden.
Doch irgend wie wollte mir das Alles nicht so gelingen. Und so dauerte es
doch eine ganze Weile, bis ich diese kleine "Küchentisch-Bastelei"
dann doch endlich in Angriff nahm.
Eigentlich passierte das nach
unserem letzten Umzug.
Ich fand in irgend einer Ecke unserer Wohnung einen verwaisten Golfhandschuh.
Ups.....geoutet.
Ja,
ich habe vor knapp 2 Jahren einmal damit angefangen, ein wenig Golf "zu
üben" (ausgelöst durch eine gute Bekannte, die mich unbedingt
dazu bekehren wollte).
Bevor sich jetzt jemand die
Frage aus einem relativ alten Witz stellt .... ja, ich habe noch Sex. Und
ich konnte einfach nicht mit diesen langen Schlägern und diesem kleinen
Ball umgehen.
Also konzentriere ich mich lieber wieder auf das, was ich schon kann; ich
schlage wieder mit großen Händen auf größere .......
aber lassen wir das. Kommen wir lieber wieder zurück auf den Handschuh.
Wer sich jetzt im Golfspiel
nicht so richtig auskennt, dem sei mitgeteilt, dass man beim Golfen nur
einen Handschuh an der linken Hand trägt. Somit war dieser Handschuh
über und regte natürlich meine Fantasie entsprechend an.
Der Handschuh war also gefunden,
doch mit den beschriebenen Materialien - in der damaligen Bastelanleitung
sollten Reißzwecken zwischen zwei Handschuhe geklebt werden - konnte
ich mich einfach nicht anfreunden.

Bei
einem Besuch bei LGS in Gelsenkirchen fiel mir bei der Suche nach einem
neuen Kleidungsstück für meine anva ein BH mit Innendornen in
die Hände .... und schon war klar, was ich für meinen "Streichelhandschuh"
brauchte. Und da man ja nie weiß, was man noch so basteln könnte
- oder doch? - verließ ich unter Anderem mit 200 dieser Dornen den
Laden.
Nun stellte sich zwangsläufig
die Frage, wie diese Dornen im Handschuh befestigt werden können. Die
Technik der gelesenen Bastelanleitung wollte ich nicht übernehmen,
da ich dazu zum Einen einen zweiten Handschuh benötigt hätte -
er wäre auf "Links" gedreht und der zweite Handschuh darüber
gezogen worden - und zum Anderen durch die Dicke der beiden übereinander
gezogenen Handschuhe auch zu viel "Gefühl" verloren gegangen
wäre. Also musste eine andere Lösung her.
In unserer Bastelkiste - wir
entwerfen und nähen auch selbst Lederkleidung - fand sich noch ein
Rest sehr dünnes Nappa-Leder. Und somit war auch für die Befestigung
der Dornen eine Lösung gefunden.
Nun wurde der Handschuh - noch
ohne Dornen - angezogen, das Stück Nappa-Leder mit der Klebeseite nach
oben auf die Innenfläche der Hand gelegt und mit einem weichen Bleistift
die Teile angezeichnet, die später in den Handschuh eingeklebt werden
sollen.
Der Handschuh kann jetzt wieder ausgezogen, am Besten gleich auf "Links"
gedreht und zunächst einmal bei Seite gelegt werden.
Mit einer Schere werden jetzt
die angezeichneten Lederflecken ausgeschnitten - nicht vergessen zu markieren,
auf welchen Finger der jeweilige Fleck geklebt werden soll - und man kann
die Dornen "zur Probe" schon einmal auf den ausgeschnittenen Lederflecken
auslegen - und gegebenenfalls deren Position anzeichnen.
Jetzt
kommt unser Handschuh wieder ins Spiel. Sofern noch nicht geschehen, den
Handschuh auf "Links" stülpen, jeden einzelnen Lederflecken
auf den entsprechenden Finger legen - natürlich noch ohne Dornen -
und die Umrisse anzeichnen. Ist das für jeden Finger und die Handinnenfläche
geschehen, hat der Handschuh erst mal wieder Pause.
Nun folgt eigentlich die langwierigste
Arbeit bei der Herstellung des Streichelhandschuh's.
Wir streichen den ersten Lederflecken dünn und gleichmäßig
mit Lederkleber ein. Ich habe mich für Kleber in der Tube entschieden,
den ich bei meinem Schuster erstanden habe. Mit Lederkleber in Form von
Klebestiften - im Baumarkt erhältlich - habe ich keine so guten Erfahrungen
gemacht, da sich die Verbindung nach relativ kurzer Zeit wieder löste.
Beim bestreichen des Leders mit dem Kleber brauchen wir uns nicht zu hetzen,
denn der Kleber muß sowieso komplett trocken werden. Ist der erste
Flecken mit Kleber bestrichen, werden die Dornen aufgelegt, nachdem auch
sie noch mit einem kleinen Klecks Kleber versehen wurden.
Nun wird auch der entsprechende Finger des Handschuh's mit Kleber versehen
und bei einer Zigarette - oder womit oder wem auch immer Du die kurze Wartezeit
überbrücken möchtest - warten wir die Trocknung des Klebers
ab.
Wer nun denkt - nachdem beide
Klebeflächen abgetrocknet sind - dass die beiden Teile einfach nur
fest zusammen gedrückt werden müssen und sich die Dornen damit
automatisch durch das Leder drücken, hat sich gewaltig getäuscht.
Der eben verklebte Finger wird wieder auf "Rechts" gedreht und
dann muss das Leder mit einem harten Gegenstand - ich habe einen kleinen
Schraubenzieher benutzt - über jeden einzelnen Dorn gedrückt werden,
bis der Dorn in seiner gesamten Länge durch das Leder ragt.
Und
so gehen wir mit jedem einzelnen Finger sowie der Handfläche vor. Da
diese Arbeit doch recht langwierig ist, sollte man auch nicht alle Teile
des Handschuh's sofort mit Kleber bestreichen, sondern immer schön
nacheinander arbeiten.
Auch wenn sich diese Arbeit
ein wenig länger hinzieht, so entschädigt doch die Reaktion der
damit "behandelten" Sub für all den Aufwand.
Der Handschuh eignet sich sicher
hervorragend, unserem "Subbienchen" einen wohligen Schauer bei
vorsichtigen Streicheleinheiten durch den Körper zu bescheren. Auch
ein vorsichtiges Massieren und Kneten geeigneter Körperteile sind für
Sub sehr angenehm. Und sollte man sich dazu hinreißen lassen, leichte
Schläge mit dem Handschuh auszuführen - unsere Sub wird sich über
die schönen Spuren und das anhaltende "Kribbeln" die nächsten
2 Tage noch freuen, sobald sie sich setzt. |