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benötigtes
Material:
0,75 qm Gürtelspaltleder (2,8 mm)
50 Doppelhohlnieten (9,0 x 10,5 mm)
4 D-Ringe 50 mm
2 D-Ringe 40 mm
gewachstes Polyestergarn, Lederkleber
benötigtes
Werkzeug:
Schere
/ Ledermesser,
Lochzange,
Nietwerkzeug (oder Hammer und Metallunterlage),
Nähahle,
Bohrmaschine
Kosten und Aufwand:
ca. 65,-- Euro und etwa 2-3 Stunden.
Baubeschreibung:
Nachdem mir von einem
früheren Bauprojekt noch ein Stück Spaltleder aus unserem Materialfundus
in die Hände gefallen ist, wurde die Idee für den Bau eines
Sling geboren.
Die Größe des Sling sollte sich ungefähr an den Körpermaßen
der Person orientieren, welche es sich überwiegend darauf "bequem"
machen darf. Mit einer Größe von 900 x 610 mm dürfte er
für ca. 95% aller Körpergrößen ausreichend bemessen
sein.
Zunächst
habe ich wieder mit dem Graphik-Programm CorelDraw eine Schablone erstellt,
um eine gleichmäßige und symmetrische Form für den Sling
zu erhalten. Hierfür wird nur eine Seite des Sling's gezeichnet,
diese Fläche dann gespiegelt und an die gezeichnete Fläche angefügt.
So erhält man eine absolut symmetrische Form für den Sling.
Diese Zeichnung wird in Segmenten ausgedruckt, zusammengeklebt und kann
nun auf das Leder übertragen werden.
Da das Leder doch eine gewisse
Dicke aufweist, empfielt es sich, nun die Umrisse mit einem Cutter oder
einem Ledermesser auf einer harten Unterlage auszuschneiden. Außerdem
werden die Schnittkanten so deutlich ordentlicher, als wenn man versucht
diese Arbeit mit einer Schere zu bewältigen.

Aus dem verbleibenden Lederrest
sind nun noch 5 weitere Teile auszuschneiden. Dies sind zunächst
einmal die vier Teile, an denen später die D-Ringe befestigt werden,
um den Sling aufhängen zu können.
Sind diese vier Lederstücke geschnitten, kann es an die Montage der
Teile gehen. Hierfür werden auf einem der 40 mm langen Teile die
Löcher für die Nieten angezeichnet, mit denen die Hängeschlaufe
am Sling befestigt wird. Hierbei werden in einer unteren Reihe 4 Löcher
und eine Reihe darüber 3 Löcher angezeichnet und anschließend
mit der Lochzange ausgestanzt.
Anschließend wird das Lederteil in der Mitte zusammengefaltet und
mit Klammern - welche in unserem "Metier" ja meist für
das Verzieren von Brustwarzen oder Schamlippen genutzt werden und somit
wohl in jedem Haushalt vorhanden sind - passgenau fixiert. Dann werden
direkt mit der Lochzange die Löcher auf das andere Ende des Lederstreifens
übertragen.

Nun kann ein Ende des Lederstreifens
auf die "Ärmchen" des Sling's gelegt werden, mit einem
Kugelschreiber - oder noch besser sichtbar mit einem Lederschreiber -
die Löcher darauf angezeichnet und direkt im Anschluss mit der Lochzange
ausgestanzt.
So werden alle vier Lederstreifen und die dazugehörigen Sling-Ärmchen
der Reihe nach zum Einbringen der Nieten vorbereitet.
Das fünfte Teil ist
die Kopfstütze, welche ebenfalls als separates Teil gefertigt und
dann an den Sling angenietet wird.
Natürlich wäre es auch möglich, diese Kopfteil direkt mit
dem gesamten Sling auszuschneiden. Da dieses Kopfteil allerdings noch
gepolstert werden soll, läßt es sich einfacher bearbeiten,
wenn es ein eigenständiges Teil wird - außerdem spart man Leder,
da man das Kopfteil aus einem Reststück anfertigen kann.
Die
Kopfstütze wird als einfaches, rechteckiges Stück mit einer
Größe von 150 mm x 360 mm markiert und ausgeschnitten. Das
Kopfteil überlappt den "Hals" des Sling um 30 mm. Somit
werden 15 mm vom schmalen Rand des Kopfteils 5Punkte angezeichnet, an
denen wieder Löcher für die Nieten gestanzt werden. Anschließend
das Kopfteil wieder in der Mitte falten, die Löcher spiegelbildlich
auf dem zweite Ende des Lederstreifens stanzen und dann die Lage der Punkte
auf den Hals des Sling's übertragen.
Kommen
wir nun zur Polsterung des Kopfteils. Aus einem Stück Schaumstoff
(20 mm Dicke) wird ein 120 x 120 mm großes Stück geschnitten
und auf das Kopfteil geklebt. Darüber kommt ein kleines Stück
Kleidungsleder (135 x 135 mm), welches zunächst mit Lederklebstoff
angeheftet und danach vernäht wird.
Damit sind die Vorarbeiten abgeschlossen und alle Teile können nun
mit dem "Body" des Sling's vernietet werden - wobei nicht vergessen
werden sollte, die D-Ringe (50 mm) in die Halteschlaufen einzuarbeiten.
Hierzu kommen die Hohlnieten zur Anwendung und mit dem Nietwerkzeug aus
dem Lederhaus in Essen ist das Vernieten der Teile ein wahres Kinderspiel.
Wer nicht über ein solches Werkzeug verfügt, kann die Nieten
aber auch problemlos mit einem Hammer und einer Metallunterlage einschlagen.
Dies geht genauso leicht wie mit dem Nietwerkzeug, verursacht lediglich
ein wenig mehr Krach.

Damit wäre der Sling
eigentlich fertig. Allerdings kommt ja auf die Nieten eine entsprechende
Belastung zu und so spielt die Sicherheit beim Bau des Sling's eine ganz
wesentliche Rolle. Somit habe ich mich dazu entschlossen, die Nietverbindungen
zusätzlich zu vernähen und so die Stabilität deutlich zu
erhöhen - und damit auch die Belastung auf die Nieten stark zu reduzieren.
Wer
in der glücklichen Lage ist, eine Schusternähmaschine zu besitzen,
tut sich hier sehr leicht. Da wir über solch ein Gerät leider
nicht verfügen, ist die mit dem Nähen verbundene Arbeit einfach
ein wenig aufwändiger - und wird von der Optik her leider auch nicht
ganz so schön.
Zunächst wird das Leder
mit einem Abstandsrädchen für Nahtlöcher "vorgeprägt",
um eine gleichmäßige Naht zu erhalten. Da es mit der Nähahle
nahezu unmöglich ist, durch die 3 Lagen des Leders zu stechen, wurden
die Löcher mit einem 0,5 mm Bohrer gebohrt und danach geht das eigentliche
Nähen von Hand ebenfalls wieder sehr leicht und auch recht zügig
voran.
Letztendlich muss nun nur
noch eine Halterung für die Kopfstütze hergestellt werden. Wir
haben hierfür ein Reststück eines 40 mm breiten Lederriemens
(Spaltleder) verwendet, welcher auf eine Länge von 500 mm geschnitten
wurde. An beiden Enden wurde ein D-Ring (40 mm) eingearbeitet und - wie
auf dem linken Bild zu sehen ist - mit jeweils 3 Nieten befestigt.
Eine Befestigung dieses Halteriemens am eigentlichen Sling ist nicht erforderlich,
sondern der Riemen wird einfach durch die Schlaufe, welche sich durch
das Umschlagen des Kopfteiles ergeben hat, gezogen. So kann der Sling
eventuellen Bewegungen folgen, ohne dass sich das Kopfteil durch eine
feste Verbindung verwinden würde.
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