
benötigtes Material:
MDF-Platten, Stärke 16 mm mit folgenden Abmessungen:
1 x 600 x 370 mm, 1 x 600 x 280 mm, 3 x 370 x 280 mm
1 Hartfaserplatten (unbeschichtet), Stärke 3 mm, 600 x 800 mm
Polsterschaumstoff: 2 x 370 x 300 x 20 mm, 1 x 700 x 800 x 30 mm
Kunstleder schwarz/rot: 1,25 qm
Holzschrauben 4 x 40 mm
6 Einschlagmuttern
4 Ringmuttern mit Schlossschrauben
1 Schraubverlängerung (entsprechend Dildogewinde)
60 Polsternägel
2 Steigbügel
Ledergarn
Holzleim
benötigtes
Werkzeug:
Bohrmaschine
(mit Lochsägeblatt), Stichsäge, Tacker, Schere, Hammer,
Schraubzwingen, Bandschleifer, Nähmaschine
Kosten und Aufwand:
ca. 50,--bis 70,-- Euro (Kunstleder / Leder) und etwa 3-4 Stunden.
Steigbügel ca. 20,-- Euro
Baubeschreibung:
Bevor mit dem Bau begonnen
wird, sollte zunächst eins Skizze erarbeitet werden, um später
die genauen Proportionen und die genauen Maße für die Holzzuschnitte
zu erhalten. Zunächst ermittlen wir die Rundung, welche der Strafbock
letztlich aufweisen soll. Die entsprechenden Maße sind in der unten
stehenden Zeichnung zu finden.
Parallel dazu brauchen wir
natürlich die Gesamtmaße des Strafbocks. Da dieses "kleine
Instrument" nicht nur als stehender Strafbock, sondern auch als "Hängezuchtbogen"
geplant ist, sind auch die restlichen Maße sowie die Stabilisierungsleisten
entsprechend vorzuplanen. Die Maße sind in der rechten Grafik zu
finden. 
Die Grundplatte sowie die
Mittelstrebe können wir uns im Baumarkt direkt auf die gewünschte
Größe zusägen lassen. Hierbei wird die Mittelstrebe auf
die gleiche Länge geschnitten, wie die Grundplatte.
Nachdem die Form der Rundbögen
- wir haben hierfür eine Schablone aus Pappe angefertigt - auf alle
drei Bretter übertragen wurden, kann es an die ersten Sägearbeiten
gehen. Wer über eine gute Stichsäge mit verwindungsfreiem Sägeblatt
verfügt, kann natürlich auch die drei Bretter mit Schraubzwingen
exakt übereinander ausgerichtet zusammenfassen und "in einem
Rutsch" sägen. Allerdings haben selbst gute Sägeblätter
mit der sich daraus ergebenden Stärke von knapp 50 mm ihre Schwierigkeiten
und einzeln gesägt geht die Arbeit deutlich schneller - und leichter
- von der Hand.
Nachdem die Bögen gesägt
sind, sollte die Stichsäge noch nicht all zu weit weggelegt werden.
Um dem gesamten Bock - Subbienchen "gautscht" ja vielleicht
ein wenig darauf herum - eine (vielleicht übertriebene) Stabilität
zu verleihen, wird die Mittelstrebe mit den Rundbögen "verzahnt".
Hierzu wird - von oben gesehen - an den beiden Enden
der Mittelstrebe als auch genau in der Mitte ein "Schlitz" -
wer hier jetzt in eine falsche Richtung denkt, sollte versuchen sich jetzt
wieder zu konzentrieren - bis zur Hälfte und in der Materialstärke
der Rundbögen eingesägt.
Das Gleiche tun wir - aber nun von "unten" gesehen - mit den
Rundbögen. So können die Teile nun ineinander gesteckt werden
und bleiben - sofern man ordentlich und exakt gearbeitet hat - in der
gewünschten Form stehen.
Wer sich eine etwas zeitraubende
Arbeit ersparen möchte, kann jetzt auch in der Mitte des Zuchtbogens
gleich die Aussparungen einbringen, in den später ein Holzklotz für
die Aufnahme eines schraubbaren Dildo's eingesetzt wird. Wir haben dies
nachträglich - mit Hilfe einer Lochsäge - getan. Es ist zwar
etwas mehr Aufwand, man kann aber genauer arbeiten.
Nun können die Teile
mit Holzleim bestrichen und auf der Grundplatte mit Schraubzwingen fixiert
werden. Danach wird der gesamte Rohbau auf den Kopf gestellt und von unten
können - nachdem vorgebohrt wurde und die Versenkungslöcher
für die Schrauben gefräst sind - die Teile
mit den Holzschrauben endgültig befestigt werden.
Im nächsten Arbeitsschritt
- sofern man das nicht schon bei den Einzelteilen getan hat - wird die
Vertiefung für die "Dildohalterung" eingesägt. Dies
erfolgt mit einer Lochsäge, welche man auch für das nachträgliche
Sägen von Steckdosenlöchern in Wände oder Gipskartonplatten
verwendet. Eine Tiefe von 40-50 mm ist ausreichend. Anschließend
wird der runde Schnitt in den Platten mit einem schmalen Banschleifer
begradigt - wobei man sich auch den exakten Maßen des verwendeten
Vierkant-Holzes annähern kann.
Das Vierkantholz wird anschließend
mit Holzleim in die Öffnung geklebt, mit dem Bandschleifer an die
Form der Rundbögen angepaßt und schon hat man eine stabile
Halterung für die Schraubverlängerung, welche später das
Gewinde des Einschraubdildos aufnehmen soll.
Da
der Strafbock nicht nur in einer stehenden Variante, sondern auch als
"Hängezuchtbogen" ausgeführt werden soll, müssen
nun die Muttern eingearbeitet werden, an denen später das Gestell
für die "Strafbockausführung" angeschraubt wird.
Entsprechend der Balkenstärke des geplanten Untergestells wird ausgemessen,
in welchem Abstand vom Rand die Befestigungslöcher zu bohren sind.
Das Untergestell soll später auf jeder Seite mit 3 Flügelschrauben
befestigt werden. In die gebohrten Löcher werden dann die Einschlagmuttern
von der Innenseite des Strafbocks eingeschlagen - nachdem ein Zweikomponenten-Kleber
in die Löcher eingracht wurde, der dieMuttern dauerhaft sichert.
Da der Strafbock aber auch
hängend genutzt werden soll - daher auch der Begriff "Hänge-Zuchtbogen"
- sind noch die entsprechenden Hängevorrichtungen anzubringen.
Zunächst war geplant,
unter den Strafbock zwei Vierkantbalken zu schrauben, an denen dann die
passenden Ringmuttern angebracht werden. Allerdings hat das "optisch"
überhaupt nicht gepaßt und somit wurde nach einer alternativen
Lösung gesucht.
Die Entscheidung fiel in
der Art aus, dass die Ringmuttern direkt an den Stirnseiten des Korpus
angebracht werden sollten. Da wir der Stabilität der 15 mm starken
MDF-Platten nicht ganz getraut haben, wurden an den Innenseiten der Stirnhölzer
Verstärkungen in Form von 4 kurzen und
relativ dünnen Vierkantleisten befestigt. Einfach durchbohren und
die Ringmuttern mit den passenden Schlossschrauben befestigen.
Sind die Arbeiten am "Innenleben"
des "Strafbock/Hängezuchtbogens" abgeschlossen, kann mit
der "Verkleidung" des Grundgestells begonnen werden.
Hierzu wird eine 3 mm Hartfaserplatte verwendet. Das Untergestell wird
mit Holzleim bestrichen und die Hartfaserplatte wird mit passenden Holznägeln
daranbefestigt. Auf dieser Hartfaserplatte sollte unbedingt die Lage der
Dildoaufnahme
angezeichnet werden, damit später an der richtigen Stelle die erforderlichen
Löcher gebohrt werden können.
Wird der Strafbock hängend
- also als Hängezuchtbogen - verwendet, sollte Subbienchen natürlich
noch irgenwo die Möglichkeit haben, ihre Beine abzustützen.
Somit haben wir noch ein paar Steigbügel eingeplant. Um diese später
- nach der Polsterung und dem Bezug mit Leder - belastbar befestigen zu
können, wird ein entsprechend breiter Ledergurt über den Bock
gelegt und mit Lederkleber und ein paar Nägeln befestigt.
Die nächsten Arbeiten
gehen eigentlich sehr leicht von der Hand. Die Sitzfläche des Bock's
wird nun für die Bespannung mit Leder oder Kunstleder vorbereitet.
Der 30 mm Polsterschaumstoff wird - entweder mit Pattex oder mit doppelseitigem
Klebeband - auf der Sitzfläche ein wenig fixiert.
Diese Fixierung muss nicht sehr fest sein, da ja der Schaumstoff durch
den Lederüberzug sicher gehalten wird. Es läßt sich einfach
leichter arbeiten, wenn der Schaumstoff nicht ständig verrutscht
und man kann ihn so auch passgenau zuschneiden. An den Stirnseiten läßt
man den Schaumstoff ein wenig überstehen, damit sich später
ein optisch schöner Abschluss ergibt.
Der Schaumstoff wird an der
Stelle, an welcher die Dildohalterung eingebracht werden soll, großzügig
ausgeschnitten. Danach wird ein Stück Leder über die Sitzfläche
gelegt, auf einer Unterseite des Bock's getackert und anschließend
stramm über die Sitzfläche gespannt. Ist alles schön glatt
und faltenfrei wird auf der anderen Unterseite wieder "getackert".
Danach das Leder an beiden Frontseiten - möglichst in der Mitte beginnen
- straff nach unten ziehen und auch wieder mit dem Tacker befestigen.
Da diese Befestigung später nicht mehr
sichtbar ist, kommt es hier auf die "Optik" nicht all zu sehr
an.
An dieser Stelle habe ich
- bevor die Frontseiten ebenfalls verkleidet wurden - zunächst die
Befestigung für den Dildo eingearbeitet. Durch den Ausschnitt im
Polsterschaumstoff ist der Bereich gut sichtbar und die Bohrmaschine kommt
zum Einsatz. In unserem Fall - es ist natürlich abhängig davon,
welche Gewindegröße der geplante Dildo aufweist - haben wir
eine 30 mm lange Schraubverlängerung mit 8 mm Innengewinde eingebaut.
Der Außendurchmesser der Schraubverlängerung beträgt 12
mm. Damit er fest im Bock sitzt, wurde aber nur mit einem 11-mm-Bohrer
gearbeitet und dann die Schraubverlängerung mit dem Hammer bündig
eingeschlagen. Um die Tackernadeln zu verdecken, wurde eine zweite Lederschicht
über die Öffnung gelegt und mit Ziernägeln verkleidet.
Um nun auch
den Stirnseiten ein etwas "weicheres" Aussehen zu geben, werden
die - in unserem Fall schwarzen Lederstücke - nicht direkt auf das
blanke Holz der Stirnseiten aufgebracht, sondern zunächst mit einer
Schicht Polsterschaumstoff (20 mm) verkleidet. Hierbei werden die Schaumstoffteile
so zugeschnitten, dass die Ringmuttern ausgespart bleiben und die Tackernadeln
der Lederbefestigung des Korpus überdeckt werden. Der Polsterschaumstoff
wird mit ein paar Tropfen Pattex bestrichen und so auf den Stirnseiten
fixiert.
Anschließend wird ein
passend zugeschnittenes Stück Leder - es wurde aus optischen Gründen
mit einer schönen Ziernaht mit der Nähmaschine versehen - über
den Schaumstoff gespannt und gleichmäßig mit Polsternägeln
befestigt.
Damit ist der Strafbock -
bei dem es sich in der momentanen Darstellung eigentlich noch um einen
Hängezuchtbogen handelt - eigentlich fertig und kann Subbienchen
Lust - oder auch Schmerz - bereiten.
Da wir die noch anzubringenden
Steigbügel abnehmbar gestalten wollten, wurden die im Fachhandel
für Reitbedarf erworbenen Bügel zunächst mit einem etwas
längeren - und sehr stabilen - Lederstreifen vernietet.
An den Lederstreifen, welcher über den gesamten Zuchtbogen gelegt
wurde, wurden breite Gürtelschnallen (mit zwei Steegen) vernietet,
an denen dann die Steigbügel höhenverstellbar befestigt werden
können.
Wir wünschen Euch viel
Spaß beim Basteln und den anschließenden Spielen mit dem neuen
"Möbelstück".
Der "Unterbau",
damit der Hängezuchtbogen auch tatsächlich zum Strafbock wird,
folgt in Kürze.
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