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benötigtes Material:

Kantholz gehobelt 95 mm x 95 mm, ca. 1500 mm lang
Kantholz gehobelt 55 mm x 55 mm, insg. 2900 mm Länge
2 Leimholz-Bretter 800 mm x 500 mm
0,25 qm Polsterschaumstoff 20 mm
1,0 qm Autoleder (Farbe nach Geschmack)
2 Schlossschrauben 60 x 10 mm, Gewindestange 10 mm
8 Ringmuttern 10 mm mit Unterlegscheiben 10 x 30 mm
Ziernägel, Spaxschrauben 6 mm x 70 mm, Holzdübel 8 mm, Dornen-Nieten, doppelseitiges Klebeband

benötigtes Werkzeug:

Bohrmaschine mit 10 mm Bohrer, Tacker, Schere, Kreis-/Stichsäge.

Kosten und Aufwand:

ca. 50,-- Euro und etwa 4-5 Stunden Arbeitsaufwand


Baubeschreibung:


Immer wieder einmal stellten wir fest - besonders wenn wir Freunde zu Besuch hatten - dass es in unserem Haushalt wohl nicht genügend Sitzgelgenheiten gibt. Und so haben wir uns dazu entschlossen einen Stuhl zu bauen, der meiner anva ganz allein gehört.

Die "Rückenlehne" besteht aus einem gehobelten Kantholz mit 95 x 95 mm Kantenlänge. Die Höhe der Lehne ergibt sich aus der Größe unserer Sub und sollte so hoch sein, dass die Arme von Subbienchen gestreckt über dem Kopf befestigt werden können wenn sie sitzt. So ergab sich in unserem Fall eine Höhe der Rückenlehne von 1,50 mtr.

Nun brauchen wir insgesamt 6 Stücke des gehobelten Kantholzes von 55 x 55 mm. In welcher Länge wir diese benötigen, ist wieder ein wenig von den Maßen unserer geliebten Sub abhängig.
Grundsätzlich kann man sich zunächst einmal an einem normalen Stuhl orientieren, um Sitzhöhe und Sitztiefe auszumessen. Wenn Subbie dann darauf sitzt, kann man ermitteln, ob die Tiefe der Sitzfläche noch verlängert oder verkürzt werden muß und um wieviel die Sitzhöhe evtl. angepaßt werden sollte. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, ob Sub überwiegend Heels trägt oder ob nicht, wenn sie auf ihrem neuen Sitzmöbel Platz nehmen darf.
Von der ermittelten Sitzhöhe sollten nun noch ca. 20 mm abgezogen werden, da später auf die "Unterkonstruktion" des Stuhles noch Sitzbretter aufgebracht werden. So können unterschiedliche Sitzflächen - je nachdem, wie man Sub "verwöhnen" möchte - verwendet werden.
In unserem Fall ergaben sich für die Sitzhöhe 45 cm (zzgl. Sitzbretter) und die Tiefe des Stuhles beträgt 48 cm.

Letztendlich muß noch der Winkel ermittelt werden, in dem die Schenkel des Stuhles von der Lehne abgehen sollen. Hierbei liegt die "Schmerzgrenze" sicher irgendwo in einem Bereich von 32 Grad - aber wer einen Spagat kann, sollte auch damit zurecht kommen <g>. Für SubAnva war ein Winkel von 27 Grad gerade noch machbar.

Nachdem alle Maße ermittelt sind, können wir endlich mit der praktischen Umsetzung beginnen. Zunächst zeichnen wir die beiden vorderen Stuhlbeine an und sägen sie in die gewünschte Länge. Wer eine gute Kappsäge mit ausreichender Schnitttiefe hat, ist jetzt fein raus, denn man sollte auf einen rechtwinkligen Schnitt achten. Dann können die vier Schenkel angezeichnet und gesägt werden, wobei das Sägen der Winkel sehr exakt erfolgen sollte - und genau senkrecht - damit hinterher nicht alles krumm und schief wird. Subbienchen soll ja schließlich bequem sitzen können.


Jetzt liegen also insgesamt 6 Kantholzteile vor uns, die wesentlichen Holzarbeiten sind zum größten Teil abgeschlossen und wir müssen nun eigentlich Alles nur noch zusammen bauen.
Die Frontseiten der Schenkel werden für die Holzdübel angezeichnet, mit einem 8 mm Bohrer gebohrt und die Dübel eingeklebt. Passend dazu werden die Dübellöcher in den vorderen Stuhlbeinen gebohrt und schon können die drei Teile zusammen gesteckt, verleimt und verschraubt werden. Dabei wird der untere Schenkel ca. 20 mm vom Boden weg montiert, damit keine glatte Standfläche entsteht und so die Gefahr des "Kippelns" verhindert wird.
Ganz wichtig ist, dass alle Verbindungen der Holzteile absolut winkelig zueinander sind, damit der Stuhl später nicht "wie ein Schluck Wasser in der Kurve" da steht.

Sind die beiden Schenkelteile fertig verleimt, müssen sie eigentlich nur noch mit dem Balken, der als Rückenlehne dient, verbunden werden.
Wer entsprechende Möglichkeiten der Aufstellung hat und den Stuhl nicht immer wieder einmal "verstecken" muss, kann dies nun mit ein paar kräftigen Holzschrauben tun. Für unsere Situation müssen wir aber darauf achten, dass der Stuhl zerlegbar ist und so mussten wir uns eine Alternative einfallen lassen.
Also haben wir zwei Bretter (Stärke 20 mm und 95 mm breit) so zugesägt, dass sie genau zwischen den oberen und unteren Schenkel passen und mit Holzdübeln und Schrauben am hinteren, abgeschrägten Ende der Schenkelhölzer eingepasst.

Nun wird es noch einmal ein wenig schmutzig. Die beiden Schenkel des Stuhles werden mit Schraubzwingen fest mit der Rückenlehne verspannt. Dann kommt ein langer - mindestens 16 cm - Holzbohrer (10 mm) zum Einsatz und wir bohren zwei Löcher durch die Bretter und den Balken der Rückenlehne. Durch diese beiden Löcher werden dann passend abgelängte Gewindestangen geschoben, mit denen wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Auf die Gewinde werden später Ringmuttern aufgeschraubt. Zum Einen werden somit die Stuhlschenkel mit der Rückenlehne fest verbunden - bleiben aber demontierbar - und die Ringmuttern dienen gleichzeitig zur Fixierung der Hände unserer geliebten Sub.

Da wir die Bohrmaschine sowieso gerade in der Hand haben, können wir gleich noch die Löcher für die restlichen Fixierungsringe bohren. Ich habe ein 10 mm Loch kurz vor dem oberen Ende der Rückenlehne gebohrt - auch hier kommt wieder die Gewindestange und zwei Ringmuttern zum Einsatz - und ein weiteres in jeden Fuß des Schenkels. Hier habe ich vom unteren Ende einen Abstand von 15 cm (wegen der Heels) gewählt. Hier werden die Ringmuttern an Schlossschrauben befestigt.

Eigentlich wäre der Stuhl - so wie er jetzt ist - bereits fertig und könnte auch so benutzt werden. Doch wollten wir den Sklavenstuhl noch ein wenig variantenreicher gestalten - natürlich nur, was die Sitzfläche betrifft.
So sollen zunächst einmal zwei Oberschenkelbretter entstehen, welche die Sitzfläche ein wenig verbreitern, aber den "Zugang" zu unserer Sub dennoch nicht einschränken.

Aus einem 20 mm Leimholzbrett sägen wir uns zwei 95 mm breite Streifen ab. Diese werden an der Innenseite der Sitzkonstruktion bündig angelegt - so dass das Sitzbrett dann außen entsprechend entsprechend über steht - und befestigen es provisorisch mit zwei Schraubzwingen an unserem Unterbau. Die Bohrmaschine kommt wieder zum Einsatz und wir bohren 3-4 Löcher durch das Brett (8 mm) und in die Unterkonstruktion. Sind die Löcher gebohrt, können wir die Schraubzwingen wieder entfernen und wir führen die gleiche Prozedur mit dem Brett der für den zweiten Schenkel durch. Diese beiden Bretter dienen uns nun als Schablone für weitere Sitzbretter, die dann auf die Unterkonstruktion aufgelegt werden können.
In die Löcher der Unterkonstruktion werden nun 8 mm Holzdübel so weit eingeschlagen und verklebt, dass sie noch ca. 15 mm aus dem Holz heraus schauen. Sie dienen der sicheren und passgenauen Platzierung der unterschiedlichen Sitzbretter.

Je nach Geschmack wird der Stuhl jetzt noch optisch gestaltet. Wir haben den Stuhl - es ist eben unser Liebingsmaterial - mit Leder überzogen. Aber genau so gut kann er schwarz gestrichen oder - was auf Grund der Holzart auch sehr gut aussieht - mit einer Lötlampe geflammt werden.

Auf der Vorderseite der Rückenlehne wird zunächst mit doppelseitigem Klebeband ein 20 mm starker und 90 mm breiter Streifen Posterschaumstoff befestigt. Danach wird die gesamte Rückenlehne mit Automobilleder ummantelt und auf der Rückseite festgetackert.
Und die gleiche Prozedur - natürlich ohne Polsterschaumstoff - wiederholen wir an den Balken der Schenkel. Nur die Flächen, auf denen die Sitzbretter aufgelegt werden, bleiben frei.

Somit können wir uns nun an die Herstellung der verschiedenen Sitzflächen machen.
Wir haben uns für drei unterschiedliche Varianten entschieden, wobei die "Grundversion" natürlich die einfachen Sitzbretter sind. Zusätzlich gibt es zwei durchgehenden Sitzflächen, wobei auf einer ein "hautfreundliches" Dornenbett aufgebracht wird und das zweite wird mit einem "beglückenden Freudenspender" für Subbienchen versehen.

Sehen wir uns zunächst einmal die "kleinen" Sitzbretter an, die überwiegend als Sitzunterlage dienen.
Von einer Leimholzplatte (Stärke 20 mm) sägen wir uns mit der Kreissäge zwei 95 mm breite und 480 mm lange Brettchen ab. Diese spannen wir mit zwei Schraubzwingen mit unseren Schablonenbrettern zusammen und bohren mit einem 9 mm Bohrer Löcher in die Sitzbretter. Somit sind die Löcher im Sitzbrett etwas größer als unsere Holzdübel und es kann beim Auflegen nichts klemmen.
Werden die Sitzbretter mit Leder bezogen, müssen wir nicht aufpassen und können die Löcher ganz durchbohren. Sollen die Sitzbretter nur lackiert werden, dürfen die Löcher im Sitzbrett nur maximal 16 mm in das Brett gebohrt werden.

Die vorderen, äußeren Kanten dieser beiden Sitzbretter habe ich mit der Stichsäge abgerundet, da anva so doch etwas bequemer - und damit auch länger - darauf sitzen kann. Danach wird wieder Polsterschaumstoff aufgebracht und die Bespannung der Sitzbretter erfolgt wieder mit Automobilleder.

Das zweite Sitzbrett dient - gelegentlich ist das bei Subbi ja doch auch mal notwendig - als Strafbrett.
Zunächst legen wir wieder unsere "Schablonen" für die Bohrung auf den Stuhl. Darauf legen wir eines unserer Bretter aus Leimholz, klemmen es mit Schraubzwingen an die Schablonenbrettchen und zeichnen die Umrisse entsprechend an. Dann drehen wir das Sitzbrett mit den Schablonenbrettchen um und bohren auch hier wieder 9 mm Löcher, damit das Sitzbrett später passgenau auf die Holzdübel vom Unterbau des Stuhles aufgesetzt werden kann.

Sind die Schablonen wieder entfernt, kann die Sitzfläche ausgesägt werden.
Nun wird mit einem Zirkel in der Mitte des Brettes ein Kreis von 250 mm Durchmesser aufgezeichnet, der dann mit doppelseitigem Klebeband versehen wird. Hierauf kleben wir nun - geordnet oder zufällig verteilt - wieder Dornen-Nieten, wie sie auch bereits beim "Streichelhandschuh" Verwendung fanden.

Wenn wir mit der Platzierung der Dornen zufrieden sind, kann das ganze Brett wieder mit Automobilleder bespannt werden - diesmal natürlich, ohne es mit Schaumstoff zu polstern. Dabei sollte das Leder ziemlich stark gespannt werden, damit es später zwischen den Dornen keine Falten wirft. Ist die Bespannung auf der Unterseite der Sitzfläche mit dem Tacker befestigt, kann das Leder mit einem kleinen Schraubendreher über die Dornen gedrückt werden - eine etwas langwierigere Tätigkeit - und Subbienchen kann zur ersten "Strafsession" auf ihrem neuen Stuhl Platz nehmen.

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